5 Tipps zur Reduzierung der Baukosten

Keine Frage, Bauen ist teuer. Die Kosten für Grundstück und Hausbau sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Trotzdem ist ein günstiger Hausbau auch heutzutage noch realisierbar. Wir geben Ihnen im Folgenden Tipps, wie Sie Ihre Baukosten reduzieren können:

Mit einer guten Vorbereitung und durchdachten Entscheidungen lässt sich beim Hausbau viel Geld sparen. Insofern können Sie mit unseren 5 Tipps zur Reduzierung der Baukosten auch heute noch Ihren individuellen Haustraum verwirklichen:

#1 DAS RICHTIGE GRUNDSTÜCK AUSWÄHLEN

Bereits mit der Wahl des richtigen Grundstücks lassen sich die Hauskosten erheblich reduzieren. Je attraktiver die Lage eines Baugrundstücks, desto teurer ist es. Deshalb kosten Grundstücke in städtischen oder stadtnahen Bereichen mehr als in ländlichen Gegenden. Dabei kann dort die Wohn- und Lebensqualität besser sein als in der Stadt. Wenn Sie also dank Homeoffice ohnehin nicht mehr jeden Tag zur Arbeit fahren müssen, denken Sie über einen Umzug aufs Land nach. Denn für jeden, der beim Hausbau Geld sparen will, ist ein Grundstück in ländlicher Lage die bessere Wahl.

In Bezug auf die Größe des Grundstücks gilt: weniger ist mehr. Je kleiner das Grundstück, umso günstiger der Preis. Selbst ein 300 bis 400 qm großes Grundstück bietet aber genügend Platz für ein schmuckes Einfamilienhaus. Zudem reduzieren Sie mit einem kleineren Grundstück die Kosten für die Gestaltung der Außenanlagen.

Bauen auf kleinem Grundstück
Hier finden Sie unsere Tipps, wie Sie auf einem kleinen Grundstück effizient bauen.

#2 DEN EIGENEN BEDARF REALISTISCH EINSCHÄTZEN

Bevor Sie mit Ihrem Bauprojekt starten, sollten Sie sich genau überlegen, über welche Räume Ihr neues Haus verfügen sollte. Lassen Sie sich bei diesen Überlegungen leiten von Ihrem tatsächlichen Bedarf und nicht nur von Wunschvorstellungen. Muss die Gästetoilette oder ein zweites Duschbad unbedingt sein? Brauchen Sie wirklich ein separates Homeoffice? Wenn Sie mit weniger Räumen auskommen, sparen Sie Wohnfläche und damit bares Geld.

Das gilt auch für die Umsetzung der Planung, wie viele Personen wann zum Haushalt gehören werden. Muss für den Teenager, der in ein paar Jahren das Haus verlassen wird, auf Dauer ein separates Zimmer geplant werden? Oder ist auch eine flexible Übergangslösung möglich, in der das zukünftige Gäste- oder Arbeitszimmer einstweilen als Jugendzimmer genutzt wird?

Verzichten Sie auf einen Keller, wenn es sich anbietet. Das reduziert die Baukosten ganz erheblich. Die Haustechnik lässt sich heutzutage auch gut in einem oberirdischen Hauswirtschafts- und Technikraum unterbringen.

Hausbauhelden Haustour MYMassivhaus
Ohne Keller haben auch Franzi und Björn gebaut. Schauen Sie rein und lassen sich inspirieren.

#3 DEN GRUNDRISS UND BAUKÖRPER CLEVER PLANEN

Wenn Sie Baukosten reduzieren wollen, achten Sie bei der Grundrissgestaltung darauf, die benötigten Räume effizient aufzuteilen und den vorhandenen Platz bestmöglich auszunutzen. Dafür sollten z.B. die Verkehrsflächen im Haus wie Flure, Treppen oder Durchgänge möglichst klein gehalten werden.

Durch planerisches Geschick kann auch ein kleiner Grundriss große Wirkung entfalten. Die Kombination von Wohn- und Essbereich mit integrierter, offener Küche als Mittelpunkt des Hauses ist nicht nur modern, sondern auch günstig. Wände, Türen und Verkehrsflächen werden eingespart und trotz geringerer Fläche entsteht ein großzügiger Raumeindruck.

Überhaupt brauchen Flure und Treppen in einem Einfamilienhaus nicht unbedingt eine räumliche Trennung. So avanciert die offene Treppe im Wohn-/Essbereich zu einem architektonischen Blickfang, der auch noch Platz und damit Geld spart. Werden in einem mehrstöckigen Haus die Bäder übereinander angeordnet, müssen weniger und kürzere Leitungen verlegt werden. Auch das reduziert die Baukosten.

Ihr regionaler MYMassivhaus-Baupartner hilft Ihnen übrigens gerne bei der individuellen Planung des Grundrisses für Ihr persönliches Traumhaus zum günstigen Festpreis.

Klare Formen, funktional und schnörkellos – was sich wie eine Kurzbeschreibung des Bauhaus-Stils anhört, ist auch die passende Beschreibung für reduzierte Baukosten. Ein einfacher, quaderförmiger Hauskörper kostet aber nicht nur weniger, sondern hat auch den Vorteil größerer Energieeffizienz und spart damit langfristig Heizkosten.

Je mehr Verwinkelungen, Erker oder Dachgauben, umso tiefer müssen Sie in die Tasche greifen. Extras an der Hausfassade wie Balkone oder Vordächer führen ebenfalls zu zusätzlichen Baukosten. Im Sinne einer Reduzierung der Baukosten können sie ohne Abstriche am Gesamteindruck des Hauses eingespart werden. Dasselbe gilt für die Dachform. Natürlich muss das Dach zur Optik des Hauses passen und Ihnen gefallen. Aber Pult- und Satteldach kosten erheblich weniger als Walmdach oder Mansarddach.

Planungstipps für den Hausbau
So planen Sie Ihr Haus effizient und kostenreduziert.

#4 EIGENLEISTUNG EINSETZEN

Bauherren, die Baukosten reduzieren wollen, können das aber auch durch eigenen Einsatz erreichen. Mit Eigenleistungen lässt sich leicht ein fünfstelliger Eurobetrag sparen, der anderenfalls als Lohn für Handwerker anfallen würde. Allerdings sollten Sie vor Baubeginn Ihre eigenen Fähigkeiten und den für Eigenleistungen zur Verfügung stehenden Zeitrahmen realistisch einschätzen. Bedenken Sie dabei auch, dass ein Laie für dieselbe Arbeit mehr Zeit benötigt als ein erfahrener Handwerker mit der optimalen Ausrüstung.

Am besten eignen sich für Eigenleistungen lohnintensive Arbeiten mit relativ geringem Materialeinsatz. So können Sie während des Rohbaus die Wärmedämmung der Kelleraußenwände selbst anbringen. Darüber hinaus bietet sich der Trockenbau, d.h. das Beplanken und Spachteln von Gipskartonplatten für Innenwand- und Deckenflächen, gut für Eigenleistungen an. Klassische Eigenleistungen beim Innenausbau sind das Verlegen der Fußbodenbeläge, Fliesenarbeiten sowie das Malern und Tapezieren der Innenwände. Genauso gut können Außenanlagen von Ihnen in Eigenregie realisiert werden.

Boden verlegen als Eigenleistung beim Hausbau
Was sind die Top 3 Eigenleistungen im eigenen Zuhause? Wir geben die Antwort.

#5 AUF UNNÖTIGE EXTRAS VERZICHTEN

Bei der Ausstattung Ihres Hauses sollte, wenn es um die Reduzierung der Baukosten geht, die Funktionalität der Einrichtung und nicht die Ausgefallenheit des Designs im Vordergrund stehen. Bei allen für den Hausbau nötigen Materialien stehen unterschiedliche Qualitäten, Marken und Designs zur Verfügung. Diese unterscheiden sich zum Teil erheblich in den Kosten. Ein Designer-Wasserhahn kostet beim selben Hersteller schnell ein Mehrfaches der Standardarmatur, die auch schick aussieht und genauso zuverlässig funktioniert. Bleiben Sie also im Zweifel bei der von Ihrem Hausanbieter offerierten Standardausstattung. Das ist die günstigste Lösung.

Viel Geld lässt sich auch bei den Fenstern sparen. Benötigen Sie wirklich in allen Räumen bodentiefe, doppelflügelige Fenstertüren? Weniger und kleinere Fenster im Standardmaß führen leicht zu einer Reduzierung der Baukosten von mehreren Tausend Euro. Und auch mit kleineren Fenstern lassen sich, sofern sie geschickt platziert sind, tolle Raumeffekte erzielen.

Doch die beste Planung und ein realistisches Budget mit dem richtigen Baupartner an Ihrer Seite nützt Ihnen wenig, wenn Sie nicht über den gesamten Bau des Hauses Disziplin üben. Die Verlockung ist groß, sich doch das eine oder andere Extra zu gönnen. Aber was in Einzelpositionen noch nach wenig aussieht, kann sich am Ende schnell zu beträchtlichen Mehrkosten addieren. Am günstigsten ist es, wenn mit der abgeschlossenen Planung Ihres Hauses auch dessen Ausstattung final festgelegt wird.

Bei MYMassivhaus ist das die sogenannte Detailbesprechung nach Vorliegen der Baugenehmigung, bei der der Bauleiter Ihres regionalen MYMassivhaus-Baupartners mit Ihnen die Ausführung des individuell geplanten Hauses noch einmal im Einzelnen durchgeht und Sie die Details festlegen. Wer hier Disziplin übt, spart bares Geld. Denn spätere Änderungen führen in der Regel zu deutlichen Mehrkosten, weil geschlossene Handwerkerverträge noch einmal geändert und Bauabläufe ggf. neu adjustiert werden müssen.

War unser Beitrag hilfreich?
Dann teilen Sie ihn jetzt:

Das könnte Sie auch interessieren

PassivhausPlus erfüllt alle Standards für den Klimaschutz beim Hausbau

Klimaschutz beim Hausbau

Auch beim Bau seines Traumhauses kann jeder einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und für eine bessere Umwelt sorgen, zudem gilt es vorausschauende Maßnahmen bei der Hausplanung zu ergreifen – mehr zu diesem Thema können Sie hier nachlesen:

Bild zeigt ein hocheffizientes Passivhaus für das klimafreundliche Bauen

Klimafreundliches Bauen

Die Bundesregierung fokussiert ihre Förderung im Neubau auf klimafreundliches Bauen. Doch was bedeutet das eigentlich jenseits der formalen Anforderungen an die Förderung und wie können Sie es am besten umsetzen? Wir geben im Folgenden die Antwort:

Haus-Dietz_2

Tipps zur Terrassengestaltung

Damit Sie sich in der warmen Jahreszeit an einer schönen, sonnendurchfluteten Terrasse erfreuen können, sollten Sie folgende Tipps bereits bei der Planung und Gestaltung beachten:

Energieberater

Energieberater finden

Wer ein Haus bauen, kaufen oder sanieren will, stößt früher oder später auf das Thema Energieberatung. Aber wo finden Sie Ihren Energieberater und woran erkennen Sie, ob er oder sie der bzw. die richtige für Sie ist? Wir geben im Folgenden die Antwort:

Kommen Sie Ihrem Traumhaus ein Stück näher

Baupartner der MYMASSIV GmbH 304 Bewertungen auf ProvenExpert.com