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Die besten Gebäudekonzepte zum Energiesparen

Die besten Gebäudekonzepte zum Energiesparen

Energiesparen und die Umwelt schonen – das können und sollen auch private Bauherren. Schließlich ist der Klimawandel da, und etwa 35% des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf Gebäude. Durch die Reduktion der für Wohnzwecke genutzten Energie (Heizen, Strom) kann der CO2-Ausstoß privater Haushalte erheblich gesenkt werden. Doch welches Gebäudekonzept eignet sich dafür am besten? Wo liegen eigentlich die Unterschiede zwischen gefördertem Effizienzhaus, Sonnenhaus oder Passivhaus? Wir geben die Antwort.

DAS NIEDRIGSTENERGIEGEBÄUDE FÜR DEN EINSTIEG

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschreibt das Niedrigstenergiegebäude als das Wohngebäude, dessen Energieverbrauch die rechtlichen Anforderungen an einen Neubau erfüllt. Die jeweils gültigen Mindestanforderungen wurden im Laufe der Jahre immer wieder erhöht. Das heißt, dass ein Haus, das vor 10 Jahren noch als besonders effizient bezeichnet werden durfte, mit der zwischenzeitlichen Verschärfung der Anforderungen bestenfalls noch dem heutigen Standard entspricht oder sogar darunter liegt.

Die heute geltenden Mindestanforderungen geben mittlerweile einen guten Standard zum Energiesparen bzw. für den maximalen Energieverbrauch eines Hauses vor. Ein neues Wohngebäude benötigt zur Beheizung und Trinkwassererwärmung rund 50-60 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr (m²a) – das entspricht dem Energieäquivalent von 5-6 Liter Heizöl. Um die Jahrtausendwende lag der durchschnittliche Wärmeenergiebedarf eines Neubaus noch bei 16 Liter.

EFFIZIENZHÄUSER FÜR DIE STAATLICHE FÖRDERUNG

Der Begriff des Effizienzhauses steht für eine Kategorisierung im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Unterschiedliche Zahlenwerte geben an, wie hoch der jährliche Primärenergiebedarf eines Hauses im Vergleich zum Referenzhaus ist. Je niedriger die Zahl, desto höher die Energieeffizienz. Aktuell gibt es im Neubau drei geförderte Standards, das Effizienzhaus 55, das Effizienzhaus 40 und das Effizienzhaus 40 Plus. Ein Effizienzhaus 55 verbraucht entsprechend 45% weniger Energie als das Referenzgebäude des GEG, bei einem Effizienzhaus 40 sind es 60% weniger. Insofern entspricht das Effizienzhaus 55 in etwa einem 3-Liter-Haus.

Für das Effizienzhaus 55 gibt es vom Bund pro Wohneinheit einen (Tilgungs-)Zuschuss von bis zu 18.000 € (direkter Zuschuss oder 15% der Darlehenssumme von maximal 120.000 €), für das Effizienzhaus 40 bis zu 24.000 € (Tilgungs-)Zuschuss (direkter Zuschuss oder 20% von maximal 120.000 € Darlehenssumme) und für das Effizienzhaus 40 Plus bis zu 37.500 € (Tilgungs-)Zuschuss (direkter Zuschuss oder 25% von maximal 150.000 € Kreditbetrag). Erfüllt das Haus die Erneuerbare-Energien-Klasse (EE), d.h. erneuerbare Energie tragen zu mindestens 55% zur Wärmeversorgung des Gebäudes bei, oder die Nachhaltigkeits-Klasse (NH), d.h. für das Effizienzhaus wird ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt, erhöht sich der (Tilgungs-)Zuschuss für die Effizienzhäuser 55 und 40 nochmals. Für ein Effizienzhaus 55 EE oder NH gibt es bis zu 26.250 € (direkter Zuschuss oder 17,5% von maximal 150.000 € Kreditbetrag) und für ein Effizienzhaus 40 EE oder NH bis zu 33.750 € (direkter Zuschuss oder 22,5% von maximal 150.000 € Kreditbetrag).  So macht der Bund das Energiesparen attraktiv.

Tipp: Wenn es möglich ist, planen Sie Ihr individuelles Eigenheim mit Einliegerwohnung. Dann erhalten Sie für dasselbe Haus die doppelte Förderung. Ihr nächstgelegener MYMassivhaus-Baupartner berät Sie hierzu gerne.

Der Bund macht in seinen Förderrichtlinien im Prinzip keine Vorschriften, wie die verbesserten Energieeffizienzwerte gegenüber dem GEG zu erreichen sind. Ob dies z.B. durch eine stärkere Dämmung oder eine andere Haustechnik mit anderem Rechenfaktor erfolgt, bleibt dem Bauherrn bzw. seinem Planer überlassen. Einzig eine Öl-Heizung ist nicht förderfähig. Für das Effizienzhaus 40 Plus gibt es die zusätzliche Anforderung, dass das Gebäude Strom erzeugen und über einen Stromspeicher (Batterie) verfügen muss. Die Installation einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Visualisierung des Stromverbrauchs und der Stromerzeugung über ein entsprechendes Interface sind ebenfalls vorgeschrieben.

DAS SONNENHAUS ZUR MINIMIERUNG DES PRIMÄRENERGIEBEDARFS

Beim Sonnenhaus geht es darum, dass mehr als 50% des Warmwasser- und Heizenergiebedarfs eines Gebäudes aus solarer Wärme gewonnen werden. Erreicht wird dies über eine konsequente Südausrichtung des Gebäudes und große Sonnenkollektoren auf dem möglichst steilen Dach. Bei einem Einfamilienhaus beträgt die benötigte Kollektorfläche etwa 30 – 50 Quadratmeter.

Zweiter wesentlicher Bestandteil eines Sonnenhauses ist ein großer Pufferspeicher zu Speicherung der Sonnenenergie. Klassisch ist ein großer Wassertank im Gebäudeinneren, in den die gewonnene Solarenergie gespeichert wird. Alternativ kann die Sonnenenergie wie bei den Sonnenhäusern des MYMassivhaus-Baupartners Ottmar Barthel auch durch eine Baukerntemperierung mit Erdspeicher gespeichert werden.

Die Restwärme wird bei Sonnenhäusern üblicherweise mit einem Holz- oder Pelletofen erzeugt, damit der gesamte Wärmeenergiebedarf aus regenerativen Quellen gedeckt wird. Die definierten Anforderungen an die Gebäudehülle eines Sonnenhauses liegen unter denen eines Effizienzhauses 55.

DAS PASSIVHAUS ALS KLAR DEFINIERTER STANDARD

Unter einem Passivhaus versteht man ein Gebäude, das durch seine gute Wärmedämmung und das Funktionsprinzip, durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Lüftungswärmeverluste zu vermeiden, in der Regel keine klassische Gebäudeheizung benötigt. Daher kommt auch der Name: Die Wärme aus passiven Wärmequellen wie Sonneneinstrahlung, Abwärme von Haushaltsgeräten und Körperwärme der Bewohner reicht aus, um eine angenehme Wohntemperatur zu halten. Das Konzept des Passivhauses gibt es seit den frühen 1990er Jahren. Insoweit ist das Passivhaus Pionier des energieeffizienten Bauens. Der MYMassivhaus-Baupartner Thomas Hägele baut übrigens seit über 20 Jahren Passivhäuser für seine begeisterten Kunden.

Die Ansprüche an die Reduzierung des Energieverbrauchs sind bei einem Passivhaus klar definiert. Der Jahresheizwärmebedarf darf maximal 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter betragen. Insofern entspricht jedes Passivhaus einem 1,5-Liter-Haus. In Bezug auf die staatliche Förderung ist ein Passivhaus am ehesten mit einem Effizienzhaus 40 vergleichbar, auch wenn sich die Rechenverfahren grundlegend unterscheiden und beim Effizienzhaus 40 ein höherer Heizwärmebedarf zulässig ist.

Mit seinen hohen Anforderungen an die Reduktion des tatsächlichen Energiebedarfs ist das Passivhaus auch die bestmögliche Basis zum Energiesparen und zur Erreichung eines Plusenergiehauses. Dieses Gebäude als Ultima Ratio des Energiesparhauses produziert über das Jahr gesehen mehr Energie aus solarer Wärme als seine Bewohner Strom und Heizenergie verbrauchen.

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