Kostenfallen beim Hausbau vermeiden

Ungeplante Kostenüberschreitung kommen auch beim privaten Hausbau vor. Umso wichtiger ist es daher, unvorhergesehene Kosten zu vermeiden. Wir geben Hilfestellung.

Die Budgetierung von Baukosten ist nicht trivial. Das zeigen nicht nur öffentliche Großprojekte wie der Berliner Flughafen oder die Elbphilharmonie in Hamburg. Auch beim privaten Hausbau können sich ungeplante Kostenüberschreitungen ergeben. Dabei ist der Bau des eigenen Hauses für die meisten Bauherren die größte Einzelinvestition, die sie je in ihrem Leben tätigen. Umso wichtiger ist es also, dass unvorhergesehene Kosten nicht zur bösen Überraschung werden. Solche Kostenfallen beim Hausbau entstehen fast immer durch eine ungenügende Vorbereitung des Hausbauprojekts oder durch eine zu unkritische Haltung gegenüber erhaltenen Hausangeboten. Wir zeigen im Folgenden, wie Sie die größten Kostenfallen beim Hausbau bestmöglich vermeiden können:

KOSTENFALLE 1: NEBENKOSTEN NICHT VERGESSEN

Für den Laien ist es durchaus schwierig, Kostenfallen beim Hausbau im Vorhinein zu erkennen. Nur selten haben angehende Bauherren einen Beruf, der mit dem Hausbau zu tun hat, und die meisten bauen wie erwähnt nur einmal im Leben. Deshalb sollten Sie sich zunächst ein umfassendes Bild über die beim Hausbau grundsätzlich anfallenden Kosten verschaffen.

Dazu gehört, dass die reinen Grundstückskosten plus Baukosten des Hauses noch lange nicht der erforderlichen Gesamtinvestition entsprechen. So wie beim Mietvertrag zur Nettokaltmiete noch die Nebenkosten kommen, fallen auch beim Hausbau beträchtliche Nebenkosten an, die Sie bei Ihrem Gesamtbudget nicht unberücksichtigt lassen dürfen. So belaufen sich die Grundstücksnebenkosten für Makler, Grunderwerbssteuer, Notar- und Grundbuchkosten je nach Bundesland auf bis zu 15% des zu zahlenden Grundstückspreises. Dazu kommen ggf. die Kosten für die Grundstückserschließung sowie die Anschlusskosten für Kanal, Wasser- und Energieversorgung.

Während des Hausbaus fallen neben den reinen Baukosten auf jeden Fall zusätzliche Versicherungskosten und Kosten für Baustrom und Bauwasser an. Hinzu kommen unter Umständen nicht unerhebliche Entsorgungskosten sowie Kosten für Erdarbeiten. Und wenn Sie wie die meisten Bauherren Ihren Hausbau über ein Bankdarlehen finanzieren, gehören Bereitstellungszinsen und Zinsen, die während der Bauzeit für den in Anspruch genommenen Teil der Baufinanzierung anfallen, ebenfalls zu den im Gesamtbudget zu berücksichtigenden Nebenkosten.

Nachdem das Haus fertig gestellt ist, fallen weitere Nebenkosten an, die nicht im eigentlichen Hauspreis enthalten sind. Hierzu gehören die Kosten für die Außenanlagen, aber auch Umzugskosten, Renovierungskosten für die alte Wohnung sowie Kosten für neue Möbel und Küche. Mehr über Nebenkosten beim Hausbau lesen Sie hier.

KOSTENFALLE 2: ZU WENIG PUFFER IM BUDGET 

Selbst wenn Sie alle Kosten und Nebenkosten sorgfältig angesetzt und in Ihr Gesamtbudget einbezogen haben. Beim Projekt Hausbau ergeben sich allzu oft unvorhergesehene Ereignisse, die zu höheren Kosten führen. So können z.B. aus Verzögerungen der Bauzeit durch schlechten Wetterbedingungen, geopolitischen Verwerfungen oder bürokratischen Hindernissen bei der Baugenehmigung unweigerlich Mehrkosten resultieren, die Sie vorher gar nicht kalkulieren konnten.

Planen Sie deshalb in Ihr Hausbaubudget immer einen finanziellen Puffer für Unvorhergesehenes ein und machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie gegensteuern können, falls sich Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse wider Erwarten verschlechtern. Wenn Ihr Gesamtbudget etwa 10% höher liegt als die Gesamtsumme der kalkulierten Kosten und Nebenkosten für Haus und Grundstück, haben Sie genügend Spielraum für unerwartete Zwischenfälle und müssen nicht zu einem späteren Zeitpunkt teuer nachfinanzieren. Im schlimmsten Fall droht eine Finanzierungslücke und das Bauvorhaben muss gestoppt werden.

KOSTENFALLE 3: MANGELHAFTE VERTRAUENSWÜRDIGKEIT DES HAUSANBIETERS 

Auf der Suche nach dem besten Hausangebot achten viele Bauherren nur auf den Preis. Dabei heißt billig noch lange nicht preiswert. Denn es kann leicht passieren, dass Sie an einen Anbieter geraten, der nicht über die nötige Erfahrung verfügt oder noch schlimmer von vornherein nur darauf aus ist, eine Teilzahlung zu kassieren ohne eine Leistung zu erbringen. Vom unnötigen Ärger abgesehen übersteigen die späteren Kosten für die nötige Mängelbeseitigung oder das Suchen nach einer neuen Firma die vermeintliche Einsparung beim Ausgangspreis um ein Vielfaches.

Informieren Sie sich also über einen Hausanbieter, bevor Sie die Entscheidung treffen. Am besten orientieren Sie sich an Empfehlungen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Tauschen Sie sich vor Vertragsabschluss unbedingt mit anderen Bauherren über deren Erfahrungen mit der Baufirma aus und lassen Sie sich nicht mit bloßen Referenzlisten oder Internetbewertungen abspeisen. Nur wenn ein Baupartner über Referenzen in Ihrer Bauregion verfügt, von denen Sie sich persönlich überzeugt haben, können Sie sicher sein, dass er wie die regionalen Baupartner von MYMassivhaus auch Ihr Traumhausprojekt ohne Kostenfallen zum Erfolg führen wird.

KOSTENFALLE 4: LEISTUNGSUMFANG NICHT PRÄZISE DEFINIERT

Neun von zehn Bauherren entscheiden sich nach Angaben des Verbands privater Bauherren für ein schlüsselfertig errichtetes Haus. Beim schlüsselfertigen Bauen genießen die Vertragsparteien aber inhaltliche weitgehende Vertragsfreiheit. Das führt dazu, dass nicht selten Bauherren durch undeutliche Formulierungen in der Bau- und Leistungsbeschreibung nachträglich Kosten entstehen, die sie so nicht eingeplant hatten. Achten Sie also darauf, dass die vereinbarte Bauleistung wie in der über 40seitigen Baubeschreibung von MYMassivhaus präzise beschrieben ist. Zudem sollte klar sein, was nicht im Festpreis enthalten ist und wie mit Unwägbarkeiten z.B. in Bezug auf die Bodenverhältnisse umgegangen wird.

Auch bei Änderungen und Sonderwünschen sollten Sie genau hinsehen. Bei MYMassiv-Haus® erfolgt die Berücksichtigung individueller Ausstattungswünsche in Form einer eigenen Zusatzbaubeschreibung, die Vertragsbestandteil wird und in der alle im Festpreis enthaltenen Sonderwünsche umfassen beschrieben sind. Angehende Bauherren können an dieser Stelle gar nicht aufmerksam genug sein, um späteren Ärger bzw. ungeplante Kostenfallen beim Hausbau zu vermeiden.

KOSTENFALLE 5: UMPLANUNGEN 

In Bezug auf die Planung gilt von Haus aus, je komplizierter die Architektur, desto höher die Kosten. Davon abgesehen führen ausgefallene Grundrisse auch eher zu Planungsfehlern und Missverständnissen in der Bauausführung. Deshalb sollten Sie den Grundriss lieber einfacher planen. Das bedeutet nicht, auf Pfiff bei der Architektur zu verzichten. Ganz im Gegenteil: So erklärte schon 1924 der Architekt Walter Gropius, dass sich das Bauhaus der „Einfachheit im Vielfachen“ verpflichtet habe.

Die größere Kostenfalle beim Hausbau sind allerdings Umplanungen und Änderungen während der Bauzeit. Sie gehen nicht nur ins Geld und können im Extremfall ein Hausbaubudget sprengen. Hier drohen auch Bauzeitverzögerungen und Fehler, wenn z.B. bei einer nachträglichen Änderung des Bodenbelags von Teppichboden auf Parkett vergessen wird, dass sich dadurch auch die Aufbauhöhe des Fußbodens ändert und auf einmal eine Schwelle unter der Wohnzimmertüre droht. Beziehen Sie also bereits bei der Planung des Hauses alle Details mit ein.

KOSTENFALLE 6: FEHLENDER BAUZEITENPLAN 

Eine der am häufigsten vorkommenden Kostenfallen beim Hausbau sind Verzögerungen der Bauzeit. Externe Faktoren wie schlechtes Wetter oder geopolitische Krisen können Sie nicht beeinflussen. Terminverzögerungen wegen Handwerkerpfusch müssen aber nicht sein. Nicht nur, dass die Mängel teuer behoben werden müssen. Sie zahlen auch länger Miete und zusätzliche Bereitstellungszinsen für Ihre Baufinanzierung.

Dem beugen Sie zum einen durch die oben erwähnte, sorgfältige Auswahl Ihres regionalen Baupartners vor. Zum anderen sollten Sie mit ihm einen verbindlichen Bauzeitenplan vereinbaren, wie es z.B. auch im Bauvertrag von MYMassiv-Haus® der Fall ist. Wird die vereinbarte Bauzeit überschritten, haftet der Hausanbieter für die von ihm zu verantwortenden Verzögerungen, so dass Sie vor Mehrkosten geschützt sind.

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