Nebenkosten beim Hausbau

Der Bau eines Hauses ist eine große Investition. Bei der Kalkulation der Gesamtsumme dürfen auch diejenigen Kosten nicht außer Acht gelassen werden, die über den reinen Hausbau hinausgehen und gemeinhin als Nebenkosten bezeichnet werden. Je nach Einzelfall können diese bis zu 20% des eigentlichen Hauspreises ausmachen. Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Nebenkosten beim Hausbau, die Sie im Blick haben und ggf. beim Anbietervergleich berücksichtigen sollten. Bei MYMassivhaus erhalten Sie im Übrigen mit dem Angebot Ihres regionalen Baupartners eine detaillierte Auflistung und Schätzung der bei Ihrem Bauvorhaben voraussichtlich anfallenden Nebenkosten.

GRUNDSTÜCKSNEBENKOSTEN

Wenn ein Grundstück gekauft werden muss, fallen neben dem Grundstückskaufpreis weitere Kosten an, die mit dem Erwerb in unmittelbarem Zusammenhang stehen. Angefangen von der Grunderwerbssteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5% und 6,5% des Kaufpreises beträgt, über die Kosten für Notar und Grundbucheintrag, die mit ca. 1,5% zu Buche schlagen, bis hin zu eventuell anfallenden Maklerkosten (Richtwert 7,14%) kommt beim Grundstückskauf eine Menge an Nebenkosten zusammen. Diese Kosten gilt es beim Hausbaubudget von vornherein zu berücksichtigen.

In Bezug auf die Grunderwerbsteuer ist zu beachten, dass bei einem Hauskauf vom Bauträger (Haus mit Grundstück) auch auf den Hauspreis Grunderwerbsteuer anfällt. Schließen Sie erst nach dem Grundstückskauf mit einem am Grundstückskauf unbeteiligten Baupartner einen Vertrag über die schlüsselfertige Errichtung eines Hauses, fällt auf diesen Verbraucherbauvertrag keine Grunderwerbsteuer an.

BAUNEBENKOSTEN VOR BAUBEGINN

Neben den originären Kosten für den eigentlichen Hausbau fallen schon vor Baubeginn Kosten für Vermessung und Baugenehmigung in Höhe von ca. 2.500 € an. In einigen Bundesländern muss zudem ein Prüfstatiker beauftragt werden, der die komplette Statik des Bauvorhabens noch einmal kontrolliert. Die Kosten hierfür können bis zu 3.500 € betragen. Die Kosten für die erforderliche Untersuchung des Baugrundes bewegen sich je nach Grundstücksbeschaffenheit und notwendigem Untersuchungsumfang zwischen 500 und 2.500 €.

Mit der Bodenuntersuchung ist auch zu klären, ob der Bodenaushub für die Wiederverfüllung der Baugrube geeignet ist bzw. inwieweit er abgefahren und sachgemäß entsorgt werden muss. Sofern nicht giftige oder gefährliche Stoffe im Boden gefunden wurden, die eine Entsorgung besonders teuer machen, müssen Sie für Abfuhr und Entsorgung des überschüssigen Bodenaushubs mit 15 bis 20 € pro Kubikmeter Erdreich rechnen. Der eigentliche Erdaushub für Bodenklasse 3-5 ist bei MYMassivhaus im Festpreis inbegriffen. Dies gilt aber bei weitem nicht für alle Hausanbieter. Die in diesem Fall zusätzlich zu berücksichtigenden Kosten liegen bei mindestens 5 € pro Kubikmeter Erdreich.

Wenn auf dem Grundstück noch Gebäude stehen, müssen diese abgerissen und der Schutt entsorgt werden. Je nach Gebäudegröße und bestehenden Altlasten können hier ganz erhebliche Kosten entstehen, die vor Baubeginn bzw. Grundstückskauf bei einem regionalen Abrissunternehmen zu erfragen sind. Ihr MYMassivhaus Baupartner ist Ihnen hierbei auf Wunsch gerne behilflich. Nötige Baumfällungen schlagen mit ca. 500 bis 1.000 € je Baum zu Buche. Bedenken Sie, dass Sie in vielen Städten und Gemeinden vorher eine Genehmigung zur Baumfällung benötigen.

In manchen Fällen sind die Wege zum Grundstück nicht geeignet, um mit schwerem Gerät befahren zu werden, oder es muss ein Standplatz für den Baukran eingerichtet werden. Hier sollten zusätzlich etwa 1.000 € für Baunebenkosten angesetzt werden. Schließlich gehören zu den Baunebenkosten vor Baubeginn die Kosten für die Erschließung des Grundstücks, die über 10.000 € betragen können. Hierunter fallen alle Kosten, die für den Anschluss an die öffentliche Kanalisation, Frischwasserzufuhr und Anschlüsse an das Strom-, Kabel- oder Telefonnetz erforderlich sind. Hinzu kommen je nachdem die Kosten für einen Gasanschluss.

BAUNEBENKOSTEN IN DER BAUPHASE

Während der Bauphase benötigen Bauherren entsprechenden Versicherungsschutz. Das sind eine Bauleistungs-, eine Bauherrenhaftpflicht-, eine Feuerrohbau- und ggf. eine Bauhelferversicherung. Bei MYMassivhaus ist die Bauleistungsversicherung im Festpreis enthalten. Die Feuerrohbauversicherung erhalten Sie bei den meisten Versicherern als kostenfreie Vorläuferversicherung für die Abnahme des Hauses erforderliche Wohngebäudeversicherung.

Weitere Nebenkosten während des Hausbaus sind die Kosten für Anschluss und Verbrauch von Bauwasser und Baustrom einschließlich der Beheizung des Hauses für die Trocknung des Estrichs und des Innenputzes. In der kalten Jahreszeit kommen so bis zu 2.000 € an Baunebenkosten für Strom und Wasser zusammen.

Wenn Sie Ihren Hausbau durch einen Sachverständigen begleiten lassen, können sich hieraus über die Bauzeit mehrere Tausend Euro an Nebenkosten ergeben. Soweit Sie Ihren Hausbau über Darlehen finanzieren, gehören die Zinsen, die während der Bauzeit für den schon in Anspruch genommene Teil der Immobilienfinanzierung anfallen, ebenfalls zu den im Gesamtbudget zu berücksichtigenden Nebenkosten. Unter Umständen fallen Bereitstellungszinsen an, und die Notarkosten für die Eintragung der Grundschuld sind ebenfalls vom Kunden zu bezahlen.

SONSTIGE NEBENKOSTEN BEIM HAUSBAU

Nachdem das Haus fertiggestellt ist, fallen weitere Nebenkosten an, die nicht im eigentlichen Hauspreis enthalten sind. Hierzu gehören das Anlegen und Befestigen von Wegen und Zufahrten, die Errichtung einer Terrasse, der eventuelle Bau einer Garage bzw. eines Carports und die Gartenbepflanzung. Die Kosten für die Außenanlagen variieren je nach den individuellen Vorstellungen und Wünschen. Sie lassen sich aber vorab gut überschlagen. Bei knappem Budget können die Arbeiten an den Außenanlagen auch ganz oder teilweise aufgeschoben werden.

Schließlich fallen mit dem Einzug in das neue Traumhaus für den Bauherren weitere Ausgaben an, die bei einer Gesamtbetrachtung des Hausbauprojektes ebenfalls einbezogen werden sollten, andererseits durch Eigenleistungen auch minimiert werden können.  Dies sind die Kosten für den Umzug, ggf. die Renovierungskosten für die bisherige Wohnung sowie die Möblierung des neuen Hauses einschließlich der Küche, wenn Sie Ihre alte Küche nicht mitnehmen wollen oder können.

Kommen Sie Ihrem Traumhaus ein Stück näher