Die besten Tipps zur Lichtplanung

Die besten Tipps zur Lichtplanung

Sich wohlfühlen in den eigenen vier Wänden. Im Bau- oder Umzugsstress geht oft unter, dass dazu auch die Lichtplanung in der zukünftigen Wohnung bzw. den neuen Eigenheim gehört. Dabei ist eine gute Beleuchtung so wichtig. Licht entscheidet darüber, ob wir uns in einem Raum wohlfühlen oder nicht. Und gerade an dunklen Herbst- und Wintertagen mit wenig Tageslicht schafft erst die richtige Beleuchtung eine behagliche Atmosphäre. Wir geben Ihnen im Folgenden Tipps für die Lichtplanung in Ihrem neuen Zuhause:

TIPP 1: DER BELEUCHTUNGSZWECK IN DER LICHTPLANUNG 

Im Wesentlichen unterscheidet man bei der Lichtplanung zwischen vier Beleuchtungsarten für jeweils unterschiedliche Zwecke. Die Hintergrund- oder Allgemeinbeleuchtung ist schlicht dafür da, bei Bedarf fehlendes Sonnenlicht durch künstlich erzeugtes Licht zu ersetzen bzw. zu ergänzen. Die Allgemeinbeleuchtung soll einen Raum möglichst komplett und gleichmäßig erhellen. Diese Funktion übernehmen meistens Deckenleuchten, mehrere an der Wand montierte Strahler oder Deckenfluter. Achten Sie beim Kauf der Leuchten darauf, dass die Lichtquellen durch Glas, Textil oder andere Materialien abgeschirmt sind und nicht blenden. Zudem empfiehlt es sich, die Allgemeinbeleuchtung mit einem Dimmer zu versehen. So darf es im Esszimmer während des Essens gerne hell sein, während ein sanftes, gedimmtes Licht bei der geselligen Runde im Anschluss für Behaglichkeit sorgt.

Ein ausschließlich mit Hintergrundbeleuchtung erhellter Raum wirkt aber schnell langweilig und eindimensional. Für Abwechslung sorgt eine punktuelle Akzentbeleuchtung. Sie kann z.B. besondere Möbelstücke, ein ausgefallenes Raumdetail oder eine ungewöhnliche Wandstruktur betonen. Durch eine indirekte Akzentbeleuchtung kommen auch dunkle Ecken im Zimmer wieder zum Vorschein und lassen den Raum größer wirken. Strukturen kommen durch direkte Beleuchtung von unten nach oben zur Geltung, für Möbelstücke oder Bilder eignen sich gezielt auf das Objekt gerichtete Spots von oben.

An Orten, wo wir uns konzentrieren, z.B. beim Lesen auf dem Sofa, Arbeiten am Schreibtisch oder in der Küche, benötigen Sie ebenfalls eine punktuelle Beleuchtung. Hier sorgt die Arbeitsbeleuchtung mit Stehlampen oder Strahlern für ein kontrastreiches, zielgerichtetes Licht. Das Licht sollte am besten von oben so scheinen, dass Sie nicht selbst einen Schatten auf Ihren Arbeitsbereich werfen.

Wenn die Beleuchtung nicht vorrangig der Helligkeit, sondern eher der Gemütlichkeit im Raum dienen soll, spricht man von Stimmungsbeleuchtung. Diese Beleuchtungsart erreicht man nur durch indirekte Beleuchtung. D.h. die Lichtquellen an sich sind nicht sichtbar, sondern ihr Licht wird wie Z.B. die Hintergrundbeleuchtung am Schrank oder indirekte Deckenspots durch Gegenstände oder Wände reflektiert.

Gerade durch die Kombination mehrere indirekter Lichtquellen mit warmem, rötlichem Licht, d.h. mit niedrigem Lichtfarbwert, erzielen Sie eine gemütliche Atmosphäre. Je höher übrigens der in Kelvin gemessene Lichtfarbwert, desto blauer bzw. kälter ist das Licht. Eine glühbirnenähnliche, warme Lichtfarbe liegt bei etwa 2.800 bis 3.000 Kelvin.

TIPP 2: VORAUSSCHAUENDE LICHTPLANUNG

Vor dem Hintergrund des oben erwähnten Beleuchtungszwecks geht es bei der vorausschauenden Lichtplanung darum, bereits während der Planungsphase des Neubaus genau zu überlegen, wo welches Licht benötigt wird. Nichts ist schlimmer, als später Leuchten nur mit ewigen Verlängerungskabeln oder unzähligen Mehrfachsteckdosen an der Stelle platzieren zu können, wo sie benötigt werden.

Als Grundlage dienen die Grundrisse der geplanten Räume. Zeichnen Sie grob ein, wo sich wahrscheinlich welche Möbel befinden werden. Wo ist der beste Platz für den Esstisch? Wo steht im Schlafzimmer das Bett? Wie soll die Küche angeordnet sein? Berücksichtigen Sie dabei, wo natürliches Tageslicht durch Fenster in den Raum fällt und wo es ggf. auch tagsüber dunklere Ecken gibt. Große Möbelstücke wie Küchenschränke oder Wohnwände werfen zudem einen Schatten, den Sie ebenfalls in Ihre Lichtplanung einbeziehen sollten. Aus diesen Überlegungen können Sie eine Liste mit den benötigten Leuchten und deren Platzierung entwickeln.

Darüber hinaus sollten Sie bedenken, dass sich Ihre Einrichtung über die Zeit ändern kann. Planen Sie also genügend zusätzliche Anschlüsse ein, um auch in Zukunft flexibel bleiben zu können. Anders gesagt: gehen Sie davon aus, dass Sie stets mehr Anschlüsse brauchen als Sie heute meinen.

Denken Sie auch daran, dass Einbaustrahler Platz in der Decke oder im Mauerwerk brauchen und am besten schon in der Rohbauphase Berücksichtigung finden. Zudem muss die Kapazität der Leitungen für alle benötigten Leuchten und die weiteren, anzuschließenden elektrischen Geräte wie Fernseher oder PC ausreichend dimensioniert sein.

TIPP 3: IDEEN FÜR DIE LICHTPLANUNG WOHN- UND ARBEITSRÄUME

Für alle Räume, in denen man sich am Tag und in der Nacht länger aufhält, gilt: für eine stimmungsvolle Beleuchtung lieber mehr Lichtquellen für verschiedene Zwecke einplanen. Für die Allgemeinbeleuchtung bietet sich eine klassische Deckenleuchte mit warmweißem Licht an. In Ergänzung dazu können dimmbare Deckenfluter eigene Akzente setzen, da sie sowohl hell leuchten als auch angenehmes indirektes Licht erzeugen können.

Eine Stehlampe neben dem Lesesessel im Wohnzimmer sorgt für ein gutes Leselicht, zusätzliche Spots oder Lichtleisten für eine zielgerichtete Beleuchtung der Arbeitsfläche in der Küche. Im Essbereich sollten Sie mit einer Pendelleuchte über dem Esstisch für eine ausreichende Beleuchtung sorgen. Achten Sie darauf, dass einerseits das Licht hell genug ist und andererseits beim Sitzen am Tisch nicht blendet. Die klassische Schreibtischlampe kommt im Home Office und am Schreibtisch im Kinder- und Jugendzimmer zum Einsatz.

Darüber hinaus sollten Sie beim Kauf der Leuchten die Proportionen Ihrer (Wohn)Räume berücksichtigen. Ausladende Hänge- oder Pendelleuchten wirken in kleinen Räumen mit niedriger Deckenhöhe deplatziert, während sie in Räumen mit hohen Decken besonderen Charme entfalten. Bei niedrigen Decken sollten Sie für die Allgemeinbeleuchtung flache Decken- oder gleich Wandleuchten wählen.

TIPP 4: LICHTPLANUNG IM SCHLAFZIMMER UND BAD

Auch Schlafzimmer und Bad brauchen zunächst eine gute Hintergrundbeleuchtung. Darüber hinaus bieten Nachtischlampen im Schlafzimmer direktes Licht zum Lesen und sorgen gleichzeitig für eine angenehme Stimmung. Romantische Momente schaffen Sie mit LED-Streifen an der Rückseite bzw. Unterseite des Bettes.

Im Bad sind an der Decke befestigte oder in die Decke eingelassene, warmweiße Einbaustrahler das beste Mittel für eine angenehme Allgemeinbeleuchtung. Zusätzliche Lichtquellen sind aber auch hier ein Muss, damit es nicht zu einem Flutlichteffekt kommt. Schaffen Sie über Waschbecken und Spiegel Extralicht, damit Sie beim Schminken bzw. Rasieren sehen, was Sie tun.

Vermeiden Sie im Bad Leuchten mit zu kaltem, bläulichen Licht. Anderenfalls kommt es zu dem Effekt, den fast jeder schon einmal in einem schlecht beleuchteten Hotelbadezimmer erlebt hat: bei kaltweißem LED- oder Neonlicht sieht man beim Blick in den Spiegel schlechter aus als in Wirklichkeit. Das muss nicht sein. Achten Sie ansonsten darauf, dass alle Leuchten und Lampen auch für den Einsatz im Bad geeignet sind.

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