Klimaschutz beim Hausbau

Auch beim Bau seines Traumhauses kann jeder einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und für eine bessere Umwelt sorgen, zudem gilt es vorausschauende Maßnahmen bei der Hausplanung zu ergreifen - mehr zu diesem Thema können Sie hier nachlesen:

Was hat das Klima mit dem Hausbau zu tun? Ganz einfach, ca. 35% des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen lassen sich hierzulande auf den Gebäudesektor zurückführen. Und die Reduzierung von CO2-Emissionen ist aktuell oberstes Gebot für einen umfassenden Klimaschutz. Insofern kann jeder auch beim Bau seines persönlichen Traumhauses einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und für eine bessere Umwelt sorgen.

Ein besonders klimafreundliches Haus wird zudem vom Staat gefördert. Auf diese Weise tragen Sie Ihren Teil zum Klimaschutz bei und profitieren unmittelbar persönlich davon. Zumal davon auszugehen ist, dass klimafreundliche Gebäude auch in Zukunft relativ an Wert gewinnen werden.

Klimaschutz beim Hausbau bedeutet heutzutage aber noch mehr. Die Folgen des Klimawandels mit Stürmen, Starkregen und Überschwemmungen, aber auch Kälteperioden und extreme Hitze in unseren Breitengraden sind nicht zu leugnen und erfordern vorausschauende Maßnahmen bei der Planung eines neuen Hauses.

KLIMAANPASSUNG DES GEBÄUDES

Bereits bei der Wahl des Grundstücks können Risikofaktoren wie Hochwassergefahr in Flussnähe oder Sturzflutgefahr bei exponierter Hanglage in die Entscheidung einbezogen werden. Gegebenenfalls müssen beim Hausbau Abdichtungsmaßnahmen gegen (Grund-)Wasser bzw. ein Schutz vor Rückstau aus der Kanalisation von vornherein eingeplant werden. Darüber hinaus sind Massivhäuser widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit als Fertighäuser in Holzständerbauweise, da Mauerwerkswände nach einem Hochwasserschaden leichter trocknen.

Grundstücke auf Anhöhen sind bei Stürmen besonders gefährdet. Das Dach und Vorbauten dort gebauter Häuser sollten sturmsicher geplant werden. Überhaupt bietet der Dachbereich eines Hauses viel Angriffsfläche für Starkwetterereignisse. Eine Dachkonstruktion mit ausreichender Neigung lässt Starkregen schneller abfließen, und eine standfeste Dacheindeckung aus Betonsteinen oder Tonziegeln beugt Hagelschäden vor. Dass die Dachsteine mit einer Sturmverklammerung versehen werden sollten, versteht sich von selbst.

Durch eine entsprechende Planung können Sie Ihr neues Haus auch gut vor sommerlicher Hitze schützen. Bäume als Schattenspender sind eine effektive Maßnahme gegen hohe Temperaturen im Gebäude. Sie sollten allerdings im Fall eines starken Sturms nicht selbst zum Risikofaktor werden. Monolithisch gebaute Häuser aus massiven Wandbaustoffen wie gebrannte Tonziegel ermöglichen ein gutes Raumklima bei sommerlichen Temperaturen. Auch ist es so, dass helle Fassadenfarben Hitze weniger stark speichern als dunkle Farbtöne. Bedenken Sie, dass sich große Glasflächen tagsüber extrem erhitzen und Wärme ins Innere des Hauses abgeben. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Fensterflächen zu begrenzen. Fenster nach Osten oder Westen führen zu mehr Aufheizung als reine Südfenster, in die die steile Mittagssonne nicht oder nur wenig hereinstrahlt.

MINIMIERUNG DES ENERGIEBEDARFS

Es liegt auf der Hand, dass der Einbau effizienter Heiztechnik, die verbesserte Dämmung der Gebäudehülle und die Nutzung stromsparender Geräte den Energiebedarf eines Hauses reduzieren und so zum Klimaschutz beitragen. Idealerweise bauen Sie ein zukunftsfähiges Haus, das durch hervorragende Wärmedämmung und intelligente Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung fast ohne Heizung auskommt.

NUTZUNG REGENERATIVER ENERGIEN

Adäquat im Sinne des Klimaschutzes ist ein Heizsystem unter Einbezug erneuerbarer Energiequellen, also Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme oder Biomasse. Insbesondere Solarwärme und Solarstrom bieten sich beim klimafreundlichen Hausbau an. Sie haben zwei Möglichkeiten, die Kraft der Sonne für Ihr Haus zu nutzen. Mit Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung kann Sonnenenergie für Heizwärme und zur Trinkwassererwärmung genutzt werden. In gemäßigten Breiten reichen 1,5 bis 2 qm Kollektorfläche je Person, um über das Jahr ca. 60% des Warmwasserbedarfs zu erwärmen.

Mit einer Photovoltaik-Anlage wird aus Sonnenenergie Strom zur Nutzung im eigenen Haushalt oder zur Einspeisung in das Stromnetz erzeugt. In Verbindung mit einem Batteriespeicher und intelligenter Steuerung lässt sich so ein Autarkiegrad von bis zu 80% erreichen, d.h. nur noch 20% des im Haushalt benötigten Stroms muss über das Jahr zugekauft werden. Das schont den eigenen Geldbeutel und die Umwelt.

GANZHEITLICHE BETRACHTUNG

So wichtig und richtig es ist, den Energieverbrauch von Gebäuden zu minimieren und den verbleibenden Energiebedarf möglichst durch regenerative Energien zu decken, so wichtig ist es aber auch, den gesamten Lebenszyklus eines Hauses zu betrachten. Was ist mit der Herstellung der Baustoffe und der Technik? Wie ist die Nutzungsdauer des Gebäudes? Was passiert, wenn das Haus sein Lebensende erreicht hat?

Dank hervorragend gedämmter Wände und effizienter Heiztechnik befinden wir uns derzeit in einer Situation, dass die Herstellung der Baumaterialien und der Heiztechnik mehr Umweltbelastung und CO2-Emissionen mit sich bringt als die Hausnutzung in 100 Jahren. Es gilt beim ernstgenommenen Klimaschutz also, auch die sogenannte „graue“ Energie zu reduzieren. Deshalb sollten Sie z.B. bei den Baumaterialien darauf achten, dass diese aus lang verfügbaren Rohstoffen, die recycelbar sind, gewonnen werden. Das ist nicht nur Holz, sondern können z.B. auch aus Ton oder Lehm gebrannte Ziegel sein. Ton und Lehm lassen sich normalerweise oberflächennah und schonend abbauen, und ihre Abbauflächen liegen nah der Produktionsstätten. Zudem gilt es beim Baustoff Holz zu bedenken, dass jeder gefällte Baum für die weitere CO2-Absorption verloren geht.

Für die Gesamt-Energiebilanz des Gebäudes sollte auch die Lebensdauer der verwendeten Baustoffe möglichst groß sein. Ein Argument, was für den Bau eines Massivhauses anstatt eines Fertighauses in Holzständerbauweise spricht. So können Sie mit der richtigen Planung beim Bau Ihres eigenen Traumhauses Ihren ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ihr MYMassivhaus-Baupartner berät Sie gerne weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Energieberater

Energieberater finden

Wer ein Haus bauen, kaufen oder sanieren will, stößt früher oder später auf das Thema Energieberatung. Aber wo finden Sie Ihren Energieberater und woran erkennen Sie, ob er oder sie der bzw. die richtige für Sie ist? Wir geben im Folgenden die Antwort:

Tipps für Dachsanierung Massivhaus

Tipps für eine Dachsanierung

Auch das beste Dach kommt in die Jahre. Der Zahn der Zeit hinterlässt seine Spuren und eine Erneuerung steht an. Wir geben im Folgenden Tipps für eine Dachsanierung:

Lebenszyklus Massivhaus

Der Lebenszyklus eines Massivhauses

Lange Zeit wurde im Neubau nur auf die Energieeffizienz eines Hauses geachtet. Seit Anlaufen der Bundesförderung für das klimafreundliche Bauen hat sich der Fokus erweitert. Wir beschreiben im Folgenden den gesamten Lebenszyklus eines Massivhauses:

Kapitalanlage Mehrfamilienhäuser

Das Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage

Mit einem Mehrfamilienhaus können Sie eine attraktive Nachsteuerrendite erzielen. Allerdings ist die Investition nicht ohne Risiken. Im Folgenden zeigen wir, welche Vorteile ein Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage bietet und wo Sie aufpassen sollten:

Photovoltaik-Anlage

Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage?

Vor dem Hintergrund der angestrebten Energiewende im Gebäudesektor sollte sich jeder Hausbesitzer und angehende Bauherr mit der Frage beschäftigen, ob sich eine Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach lohnt oder nicht. Wir geben im Folgenden die Antwort:

Kommen Sie Ihrem Traumhaus ein Stück näher